Manifesta 16 Ruhr Open Walk: Gelsenkirchen mit neuen Augen erleben


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Ein Spaziergang durch Kunst, Nachbarschaft und Ruhrgebiets-Geschichte
Der Open Walk auf Englisch im Rahmen der Manifesta 16 Ruhr verbindet zeitgenössische Kunst mit lokaler Geschichte und einer besonderen Stadterkundung. Die geführte Tour beginnt an St. Bonifatius – Ferdane Satır Teegarten und führt bis zur Thomaskirche – Hava Güleç Wohnzimmer. Dabei erleben Besucherinnen und Besucher, wie ehemalige Kirchenräume im Ruhrgebiet zu offenen Orten für Austausch, Kultur und neue Perspektiven werden.
Zwischen Nachkriegskirche und neuer Nutzung
Schon der Ausgangspunkt erzählt von Wandel: St. Bonifatius in Erle gilt als klassische Nachkriegskirche und wurde 1963 nach Plänen von Ernst von Rudloff erbaut. Das markante Dach mit seinen 78 Dreiecksflächen verleiht dem Bau eine architektonische Eigenständigkeit, die im Stadtraum sofort auffällt. Heute steht hier nicht sakrale Stille im Vordergrund, sondern Begegnung, Reflexion und künstlerische Aneignung.
Ein Weg durch zwei prägende Orte im Norden Gelsenkirchens
Der Walk öffnet den Blick für die Verbindung zwischen Architektur, Quartier und kulturellem Erbe. An der Thomaskirche im Berger Feld wird sichtbar, wie ein Bau der 1960er-Jahre in eine Ausstellungshalle verwandelt wurde. Die Kirche, die von Albrecht Egon Wittig und Fred Janowski entworfen wurde, zählt bis heute zu den markanten Beispielen evangelischer Kirchenarchitektur in Westfalen. Genau diese Transformation macht den Reiz der Tour aus: Aus einem Spaziergang wird ein Entdeckungserlebnis mit Tiefgang.
Gemeinsam entdecken, gemeinsam erzählen
Die Mediation der Manifesta 16 Ruhr setzt bewusst auf Gespräche in kleinen Gruppen. Laut offizieller Programmbeschreibung sind die Walks für Einzelpersonen offen und werden von speziell geschulten Mediatorinnen und Mediatoren begleitet. Die Tour lädt dazu ein, Eindrücke zu teilen, Fragen zu stellen und die Umgebung nicht nur zu sehen, sondern kulturell zu lesen. So entsteht eine Stadtführung, die Kunst, Alltag und Ruhrgebietsgeschichte miteinander verwebt.
Warum sich dieser Open Walk lohnt
Wer Gelsenkirchen mit neuen Augen erleben möchte, findet hier eine ungewöhnliche Mischung aus Architekturführung, Kunstvermittlung und Stadterlebnis. Die Route zwischen St. Bonifatius und Thomaskirche führt mitten hinein in den Wandel ehemaliger Kirchenräume und zeigt, wie stark kulturelle Projekte ein Quartier prägen können. Ein Besuch lohnt sich für alle, die Inspiration, Hintergrundwissen und echte Ruhrgebiets-Atmosphäre suchen.
Fazit: Der Open Walk auf Englisch bietet kompakte 90 Minuten voller Geschichte, Perspektiven und lebendiger Kunstvermittlung. Wer die Manifesta 16 Ruhr nicht nur sehen, sondern verstehen will, sollte diesen Termin vormerken und rechtzeitig buchen.
Offizielle Kanäle von Manifesta 16 Ruhr:
- Instagram: https://www.instagram.com/manifestabiennial/
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