Ninja Motherf*cking Destruction: Queeres Kino über Freundschaft und Selbstfindung

Event: Queer Film Night - Ninja Motherf*cking Destruction in Kulturraum „die flora“, Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen on 15. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

15. Oktober 2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Kulturraum "die flora"
Florastraße 26, 45879 Gelsenkirchen, Deutschland

Tickets

5,00 €
Tickets buchen

Über diese Veranstaltung

Sonstige Veranstaltungen

Stimmung

Sonstige

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Queeres Erwachsenwerden in eindringlichen Bildern

Am 15. Oktober 2026 zeigt der Kulturraum „die flora“ in Gelsenkirchen im Rahmen der Queer Film Night Lotta Schwerks vielfach ausgezeichnetes Langfilmdebüt Ninja Motherf*cking Destruction. Der deutsche Coming-of-Age-Film begleitet Leonie und ihre beste Freundin Marlene über acht Jahre hinweg – durch erste Liebe, Entfremdung, psychische Belastungen und die schmerzhafte Suche nach der eigenen Identität.

Eine Freundschaft im Wandel der Zeit

Mit 18 sind Leonie und Marlene überzeugt, dass nichts zwischen sie kommen kann. Dann verliebt sich Leonie in Naomi und richtet ihr Leben ganz auf diese erste große Liebe aus. Während die neue Beziehung zum Mittelpunkt ihrer Welt wird, verliert sie zunehmend den Kontakt zu Marlene. Als die Beziehung zerbricht, wird sichtbar, wie stark Leonie sich isoliert hat.

Sie verlässt Berlin, beginnt eine Ausbildung und versucht, ihrem Leben eine neue Ordnung zu geben. Doch die vergangene Freundschaft bleibt als offene Stelle präsent. Gerade in dieser emotionalen Bewegung entfaltet der Film seine besondere Kraft: Er erzählt nicht von einem einzelnen Wendepunkt, sondern von den feinen Verschiebungen, aus denen Erwachsenwerden entsteht.

Eine filmische Langzeitstudie mit großer Nähe

Regisseurin, Autorin und Produzentin Lotta Schwerk drehte den Film über acht Jahre. Dadurch entsteht eine außergewöhnliche Langzeitstudie, in der sich Körper, Beziehungen und Lebensentwürfe sichtbar verändern. Die Inszenierung setzt auf Intimität und Authentizität statt auf glatt polierte Jugendbilder.

Ohne Filmschule und klassische Filmförderung realisiert, entwickelt Ninja Motherf*cking Destruction eine unmittelbare Filmsprache. Die Kamera begleitet seine Figuren mit großer Nähe, während Dramaturgie und Schauspielkunst die Ambivalenzen queerer Lebensrealitäten offenlegen. Es geht um Sexualität, psychische Belastungen, Selbstfindung und die Frage, wem die eigene Identität eigentlich bewiesen werden muss.

Ausgezeichnete Regie und Schauspielkunst

Beim Achtung Berlin Filmfestival 2025 wurde der Film mit den New Berlin Film Awards für Beste Regie und Bestes Schauspiel ausgezeichnet. Seine Uraufführung erlebte das Werk beim Filmfestival Max Ophüls Preis. Mit Emma Suthe, Marie Tragousti, Merle von Mach, Yildiz Tiryakioglu, Maximilian Mundt und Roderich Gramse versammelt die Produktion ein Ensemble, das die emotionalen Brüche seiner Figuren mit großer Unmittelbarkeit trägt.

Die Aufführung in der flora bietet zusätzlich einen besonderen Anlass: Merle von Mach, die im Film Marlene verkörpert, ist zu Gast. So verbindet sich das Bühnenerlebnis des Kinoraums mit dem direkten Austausch über eine Produktion, die zwischen dokumentarischer Nähe und fiktionaler Gestaltung eine eigenständige Form gefunden hat.

Ein konzentrierter Kinoabend in der flora

Der Film dauert rund 79 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Die Atmosphäre der flora schafft einen konzentrierten Rahmen für dieses intensive Kinoerlebnis: einen Raum für stille Beobachtung, emotionale Nachwirkung und die Publikumsreaktion auf eine Geschichte, die persönliche Erinnerungen an Freundschaft, Verlust und Neuanfang berührt.

Fazit: Besucherinnen und Besucher erwartet ein mutiger, wilder und berührender Filmabend über queeres Erwachsenwerden und die Menschen, die uns auch nach Jahren nicht loslassen. Wer zeitgenössische Filmkunst, starke Schauspielkunst und eine ungewöhnlich persönliche Inszenierung erleben möchte, sollte sich diese Queer Film Night live in der flora nicht entgehen lassen.

Offizielle Kanäle von Lotta Schwerk:

Quellen:

Loading map...

Häufig gestellte Fragen