Was haben wir gelacht in Gelsenkirchen: Dokumentarfilm über Humor, Macht und Gleichberechtigung


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Was haben wir gelacht: Wenn der Fernsehspaß von einst neu bewertet wird
Am Sonntag, 11. Oktober 2026, zeigt die KoKi-Reihe „Neuer Dokumentarfilm“ im Schauburg Filmpalast Gelsenkirchen den Dokumentarfilm Was haben wir gelacht. Die Regisseurinnen Eva Müller und Isabel Schneider blicken aus Frauenperspektive auf die männlich geprägte deutsche Unterhaltungslandschaft der 1990er- und frühen 2000er-Jahre.
Eine Zeitreise durch Comedy und Unterhaltungsfernsehen
Die Dokumentation führt zurück zu bekannten TV-Formaten wie „Wetten, dass...?“, der „Harald Schmidt Show“ und „TV total“. Archivmaterial macht sichtbar, wie stark damalige Comedy von sexistischen Pointen, überholten Rollenbildern und einem chauvinistischen Habitus geprägt war. Was früher als harmloser Fernsehspaß galt, wirkt aus heutiger Sicht vielfach diskriminierend und sexualisiert.
Fünf starke Stimmen aus der TV-Geschichte
Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins erinnern sich an ihre Karrieren und an eine Branche, in der Frauen häufig als Beiwerk erschienen oder selbst zur Pointe gemacht wurden. Ihre persönlichen Rückblicke verleihen dem Film eine unmittelbare Event-Atmosphäre und machen die Publikumsstimmung im Kinosaal zu einem Raum für Nachdenken, Wiedererkennen und kontroverse Gespräche.
Archivbilder, Gespräche und eine präzise Montage
Eva Müller und Isabel Schneider verbinden Interviews, historische Fernsehausschnitte und eine anonyme Fragestimme aus dem Off zu einer pointierten Medienanalyse. Die Montage lässt die Protagonistinnen auf frühere TV-Momente reagieren und fragt, wer damals lachen durfte, wer zum Gegenstand des Witzes wurde und welche gesellschaftlichen Folgen solche Bilder hinterlassen haben.
Ein Dokumentarfilm mit gesellschaftlicher Relevanz
Was haben wir gelacht verbindet Mediengeschichte, feministische Perspektiven und eine kritische Auseinandersetzung mit Humor. Die Veranstaltung eignet sich für alle, die sich für Film, Fernsehen, Gleichberechtigung, Popkultur und die Entwicklung öffentlicher Rollenbilder interessieren. Die Laufzeit beträgt rund 98 Minuten; der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Eintritt und Veranstaltungsdetails
Der reguläre Eintritt beträgt 7,50 Euro, ermäßigte Karten kosten 6,50 Euro. Für GE-Pass-Inhaberinnen und -Inhaber gilt ein Eintrittspreis von 4,00 Euro. Zusätzlich sind KoKi-10er-Karten erhältlich. Beginn ist am Sonntag, 11. Oktober 2026, um 12:45 Uhr im Schauburg Filmpalast an der Horster Straße 6 in Gelsenkirchen.
Fazit
Was haben wir gelacht lädt zu einem ungewöhnlichen Veranstaltungserlebnis ein: unterhaltsam, kritisch und überraschend aktuell. Wer deutsche TV-Geschichte aus einer neuen Perspektive erleben und vertraute Comedy-Momente hinterfragen möchte, findet in diesem Kinotermin einen starken Anlass für einen Besuch im Schauburg Filmpalast.
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