Michael Krüger und Jakob Hessing im Literaturgespräch über deutsch-jüdische und israelische Literatur


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Literatur zwischen Erinnerung, Migration und Gegenwart
Wie prägen jüdische Stimmen die deutsche Literatur – und welche Verbindungslinien führen von der deutsch-jüdischen Literatur zur israelischen Gegenwartsliteratur? Am Montag, 12. Oktober 2026, begegnen sich Michael Krüger und Jakob Hessing zu einem kenntnisreichen Online-Gespräch im Rahmen der Reihe vhs.wissen-live.
Ein literarischer Dialog mit historischer Tiefe
Seit Heinrich Heine gehören jüdische Autorinnen und Autoren zu den prägenden Stimmen der deutschen Literatur. Ihre Werke erzählen von Zugehörigkeit, Ausgrenzung, kultureller Übersetzung und der Spannung zwischen individueller Erinnerung und gesellschaftlicher Geschichte. Der Begriff der deutsch-jüdischen Symbiose verweist dabei auf eine produktive, zugleich aber historisch belastete Beziehung, die im Gespräch differenziert betrachtet wird.
Von Heinrich Heine bis zur israelischen Literatur
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung israelischer Literatur. Nach der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 gewann sie mit zeitlicher Verzögerung internationale Aufmerksamkeit. Seit den 1980er Jahren sind Autorinnen und Autoren wie Amos Oz, Zeruya Shalev und David Grossman auch im deutschen Buchmarkt fest verankert. Ihre Romane und Essays erweitern den literarischen Diskurs um Perspektiven auf Exil, Sprache, Erinnerung, Identität und gesellschaftliche Umbrüche.
Michael Krüger und Jakob Hessing im Gespräch
Michael Krüger bringt die Erfahrung eines Dichters, Verlegers und langjährigen Kenners der internationalen Literaturszene ein. Jakob Hessing verbindet literaturwissenschaftliche Expertise mit seiner Forschung zur Geschichte der deutsch-jüdischen Literatur. Als Autor und Germanist an der Hebräischen Universität in Jerusalem eröffnet er einen besonderen Zugang zu den kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.
Lesungs-Atmosphäre im digitalen Raum
Das Online-Format schafft eine konzentrierte Atmosphäre für literarische Beobachtung und gedanklichen Austausch. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Namen und Werke, sondern auch die Sprachkunst, narrative Formen und die Frage, wie Literatur historische Erfahrungen bewahrt und für die Gegenwart lesbar macht. Die Veranstaltung richtet sich an Literaturinteressierte, Studierende, Lehrkräfte und alle, die den kulturellen Dialog zwischen deutscher, jüdischer und israelischer Literatur vertiefen möchten.
Technische Hinweise zur Teilnahme
Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Für die Teilnahme benötigen Sie ein internetfähiges Endgerät sowie Lautsprecher oder Kopfhörer. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung per E-Mail mit der Anmeldebestätigung versendet. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Fazit: Literatur als Gespräch über Geschichte und Gegenwart
Dieses literarische Erlebnis verbindet historische Einordnung, persönliche Autor-Begegnung und kulturwissenschaftliche Reflexion. Michael Krüger und Jakob Hessing machen sichtbar, wie eng deutsche, jüdische und israelische Literatur miteinander verbunden sind – und weshalb ihre Werke für den heutigen kulturellen Diskurs eine besondere Bedeutung besitzen. Die kostenfreie Online-Veranstaltung lädt dazu ein, Literatur als lebendigen Dialog zu erleben.
Offizielle Kanäle von Michael Krüger und Jakob Hessing:
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