Ghost me, if you can im MiR: Musiktheater trifft digitale Gegenwart


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Wenn das Smartphone zur Bühne wird: Ghost me, if you can im MiR
Im Kleinen Haus des Musiktheaters im Revier trifft Familienalltag auf digitale Verwirrung, Musiktheater auf Physical Theatre, und ein Streit am Abendbrottisch kippt mitten hinein in ein Abenteuer durch die Logik der sozialen Medien. Ghost me, if you can verbindet Pop-Oper, Bewegung, Sprache und Musik zu einem Bühnenerlebnis, das Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen anspricht.
Ein Streit, der in die Datenwelt kippt
Aus einem scheinbar vertrauten Moment wächst ein Konflikt mit Wucht: Parent und Teen prallen in einer hitzigen Debatte über Handynutzung, Chats und soziale Medien aufeinander. Was als Generationenstreit beginnt, öffnet sich zu einer phantasievollen Reise durch Smartphones, Familienfotos, Feed-Dschungel und Ordnerlabyrinthe. Der Geist, der die beiden in die digitale Tiefe zieht, funktioniert dabei nicht als bloßer Effekt, sondern als dramaturgischer Schlüssel: Er macht sichtbar, wie sehr unser Alltag von Bildschirmen, Datenströmen und Algorithmen geprägt ist.
Physical Theatre mit klarem Zugriff
Das Kollektiv sticky fragments entwickelt die Stückfassung in geteilter Autor*innenschaft mit Schulklassen und einer Senior*innengruppe. Genau daraus gewinnt die Produktion ihre besondere Spannung: unterschiedliche Perspektiven verdichten sich zu einer Form, die weder belehrend noch verkopft wirkt, sondern unmittelbar und gegenwärtig. Bewegung, Sprache und Musik greifen ineinander, die Regie setzt auf rhythmische Dynamik, klare Bilder und eine Bühnenkunst, die mit körperlicher Präsenz statt Überwältigung arbeitet.
Musikalische Energie zwischen Pop, Puls und Poesie
Die Musik von Victoria Stellpflug trägt die Handlung mit Popballaden und treibenden Beats. So entsteht eine Theateratmosphäre, in der Klang nicht bloß begleitet, sondern erzählt. Ghost, Parent und Teen tauchen immer tiefer in eine bunte, manchmal chaotische Abenteuerwelt aus Pixeln und Memes ein. Gerade diese Verschränkung von musikalischer Unmittelbarkeit und digitaler Bildsprache macht den Reiz der Inszenierung aus: Das Stück denkt das Netz nicht nur als Thema, sondern als theatrale Form.
Barrierefreiheit als künstlerisches Prinzip
Besonders bemerkenswert ist die konsequent mitgedachte Zugänglichkeit. Sticky fragments arbeiten mit der Praxis der Aesthetics of Access und richten ihre Arbeiten an blinde, sehbehinderte und sehende Zuschauer*innen gleichermaßen. Für Ghost me, if you can entsteht eine kreative, in den Stücktext integrierte Audiodeskription sowie ein multisensorischer Bühnenraum. Damit wird Barrierefreiheit nicht als Zusatz verstanden, sondern als Teil der künstlerischen Handschrift.
Was das Publikum erwartet
Am 25. Juni 2026 erwartet die Besucher*innen im Kleinen Haus des MiR ein zeitgenössisches Musiktheater, das Generationenkonflikte, digitale Identität und kollektives Erleben in eine lebendige Bühnensprache übersetzt. Wer neugierig auf ein kluges, sinnliches und experimentierfreudiges Theatererlebnis ist, sollte sich diesen Abend vormerken und live erleben.
Offizielle Kanäle von sticky fragments:
- Instagram: https://www.instagram.com/musiktheaterimrevier
- Facebook: https://www.facebook.com/MusiktheaterimRevier
- YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCK_hmq6Sh1NxZIpZHZF99jA
- Website: https://musiktheater-im-revier.de/
Quellen:
- Musiktheater im Revier - Ghost Me, If You Can - offizielle Produktionsseite
- Stadt Gelsenkirchen - Veranstaltungskalender Ghost me, if you can
- miz.org - Musiktheater im Revier mit Social-Media-Profilen
- Kulturinfo Ruhr - Musiktheater im Revier Kleines Haus
- MiR.LAB - Kleines Haus und Zugang über Rolandstraße








