Ghost me, if you can im MiR: Digitales Musiktheater für Gelsenkirchen

Event: Ghost me, if you can - Musikalisches Chat-Theater in Musiktheater im Revier (MiR) - Kleines Haus, Kennedyplatz, Gelsenkirchen on 11. Juni 2026

Datum und Uhrzeit

11. Juni 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (MiR)
Kennedypl., 45881 Gelsenkirchen, Deutschland

Tickets

16,00

Über diese Veranstaltung

Theater

Stimmung

Energiegeladen

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Ein Bühnenabenteuer zwischen Chat, Chaos und Generationen

Mit Ghost me, if you can bringt das Musiktheater im Revier ein zeitgenössisches Musiktheater auf die Bühne, das den digitalen Alltag mit erstaunlicher Leichtigkeit und spürbarer Dringlichkeit verhandelt. Im Kleinen Haus entsteht ein körperlich-musikalisches Bühnenerlebnis über Streit, Nähe und die Frage, wie Menschen in einer von Smartphones beherrschten Welt wieder zueinander finden.

Wenn das Abendessen zum digitalen Schlachtfeld wird

Aus einem vertrauten Familienmoment wächst eine Szene voller Reibung: Ein Elternteil und ein Teenager geraten über Handynutzung und soziale Medien aneinander. Was zunächst wie ein alltäglicher Generationenkonflikt beginnt, verwandelt sich in eine poetische Reise durch die Innenräume der digitalen Gegenwart. Ein Geist reißt die Figuren aus dem Streit und katapultiert sie mitten hinein in das Smartphone, wo Familienfotos, Feed-Dschungel und Ordnerlabyrinthe plötzlich zu einer Bühne aus Verwirrung und Erkenntnis werden.

Physical Theatre, Popballaden und multisensorische Präzision

Die von sticky fragments entwickelte Produktion arbeitet mit Bewegung, Sprache und Musik und verbindet Physical Theatre mit einem klaren dramaturgischen Zugriff. Komponistin Victoria Stellpflug legt den Abend mit rhythmischen Beats und Popballaden aus, während das künstlerische Team einen Raum formt, in dem Klang, Körper und Bild ineinandergreifen. Gerade diese Verknüpfung macht die Inszenierung spannend: Sie erzählt nicht nur über digitale Welten, sie lässt das Publikum deren Tempo, Überforderung und Verführung unmittelbar erleben.

Barrierefreiheit als künstlerisches Prinzip

Besonders bemerkenswert ist die konsequent mitgedachte Zugänglichkeit. Die Arbeit von sticky fragments richtet sich laut Theater explizit an blinde, sehbehinderte und sehende Zuschauer*innen gleichermaßen. Für diese Produktion entsteht eine kreative, im Stücktext integrierte Audiodeskription sowie ein multisensorischer Bühnenraum. Damit wird Barrierefreiheit nicht als Zusatz, sondern als Teil der Ästhetik erfahrbar - ein Ansatz, der im Musiktheater ebenso zeitgemäß wie vorbildlich wirkt.

Ein Abend für Jugendliche und Erwachsene

Die Stückentwicklung entstand im Auftrag des MiR.LAB gemeinsam mit Schüler*innen und einer Senior*innengruppe. Genau daraus bezieht der Abend seine besondere Spannung: Er ist generationsübergreifend, musikalisch, zugänglich und zugleich präzise in seiner Beobachtung digitaler Verhaltensmuster. Die Presse beschreibt die Produktion als aktuelles Musiktheater, das für Jugendliche wie Erwachsene unterhaltsam und musikalisch sehr gelungen ist.

Fazit: Ein Spiel mit Gegenwart, Körper und Bewusstsein

Ghost me, if you can verspricht kein harmloses Netzkabarett, sondern ein kluges, bewegtes und sinnlich aufgeladenes Theatererlebnis. Wer erleben möchte, wie Musiktheater die Gegenwart des Scrollens, Chattens und Suchens in starke Bühnenbilder und intensive Publikumsreaktionen übersetzt, sollte diesen Termin im Kleinen Haus nicht verpassen.

Offizielle Kanäle von sticky fragments:

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Quellen:

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