Nesrin Tanç in Gelsenkirchen: Vortrag über Arbeiter*innenkämpfe in der Literatur


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Literarische Spurensuche im Zeichen von Arbeit, Migration und Erinnerung
Im Kunstmuseum Gelsenkirchen öffnet ein Vortrag den Blick auf eine Literatur, die das Ruhrgebiet nicht als Randzone, sondern als Resonanzraum versteht. Nesrin Tanç führt am 23. September 2026 durch die Spuren der Arbeiter*innenkämpfe in der mehrsprachigen Literatur des Ruhrgebiets und verbindet Forschung, Lesungs-Atmosphäre und kulturhistorische Präzision zu einem literarischen Erlebnis mit gesellschaftlicher Tiefe.
Mehrsprachige Literatur als Gedächtnis des Reviers
Das Ruhrgebiet ist ohne Arbeitsmigration nicht zu denken. Genau hier setzt der Vortrag an: Er fragt nach den literarischen Zeugnissen jener Migrationsgeschichten, die oft im Schatten großer Industrieerzählungen stehen. Im Zentrum stehen Texte, Stimmen und narrative Formen, in denen sich Herkunft, Arbeitskampf, Solidarität und Zugehörigkeit verschränken. So entsteht eine Perspektive auf regionale Erinnerungskultur, die weit über reine Dokumentation hinausgeht.
Zwischen Ausstellung und Analyse
Die Veranstaltung findet im Kontext der Ausstellung Radikale Hoffnung: Kunst und Arbeitskampf statt. Damit rückt sie in einen kulturellen Diskurs, der Kunst, Protestästhetik und soziale Wirklichkeit zusammendenkt. Der Vortrag verweist auf die Verbindung von Plakat, Text, Musik und Theater, also auf jene Formen, in denen Arbeitskämpfe nicht nur ausgetragen, sondern auch erzählt wurden. Gerade diese literarische Qualität macht den Termin für kulturinteressierte Besucherinnen und Besucher besonders reizvoll.
Nesrin Tanç und die Perspektive der Forschung
Nesrin Tanç ist Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Autorin und Expertin für die Kulturgeschichte der türkeistämmigen Migration im Ruhrgebiet. Ihre Forschung zur Ruhrgebietsliteratur und zu den literarischen Zeugnissen von Migrant*innen verleiht dem Abend wissenschaftliche Autorität und zugleich Nähe zur gelebten Erfahrung. Wer sich für Gegenwartsliteratur, Erinnerungskultur und postmigrantische Erzählformen interessiert, findet hier einen fundierten Zugang zu einem wichtigen Kapitel der regionalen Literaturgeschichte.
Der Ort: Kunstmuseum Gelsenkirchen als kultureller Resonanzraum
Das Kunstmuseum Gelsenkirchen bietet dafür einen passenden Rahmen. Der Ort verbindet Ausstellungsraum, Diskurs und Öffentlichkeit, was dem Vortrag eine konzentrierte, zugleich offene Atmosphäre verleiht. Der Eintritt ist frei, und die Veranstaltung lädt dazu ein, Literatur nicht nur zu lesen, sondern im Zusammenspiel von Stimme, Raum und historischer Reflexion neu zu erleben.
Fazit
Dieser Vortrag verspricht keine bloße Wissensvermittlung, sondern eine ebenso bildende wie berührende Begegnung mit der mehrsprachigen Literatur des Ruhrgebiets. Besucherinnen und Besucher erwartet ein kluges, atmosphärisches Literaturformat über Arbeit, Migration und Erinnerung. Wer literarische Debatten mit gesellschaftlicher Relevanz schätzt, sollte diesen Abend live erleben.
Offizielle Kanäle von Nesrin Tanç:
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