Preußens Wilder Westen in Gelsenkirchen: Geschichte hautnah erleben

Event: Preußens Wilder Westen – wie war dat eigentlich 1875 im Ruhrgebiet? in Bildungszentrum, Ebertstraße 19, Gelsenkirchen on 6. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

6. Oktober 2026 19:00 Uhr

Veranstaltungsort

Bildungszentrum
Bildungszentrum, Ebertstraße, 45879 Gelsenkirchen, Germany

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Als Gelsenkirchen zum wilden Westen der Industrialisierung wurde

Wie sah das Leben im Ruhrgebiet vor 150 Jahren aus? Am Dienstag, 6. Oktober 2026, nimmt Prof. Dr. Nicolai Hannig das Publikum im Bildungszentrum Gelsenkirchen mit in eine Zeit, in der vom Ruhrgebiet noch kaum die Rede war. Sein Vortrag beleuchtet den Rheinisch-Westfälischen Industriebezirk im Jahr 1875 – eine Region zwischen rasanter Industrialisierung, sozialen Umbrüchen und neu entstehenden Lebenswelten.

Eine Region im dramatischen Wandel

Auf zuvor dünn besiedeltem, agrarisch geprägtem Land entstand innerhalb weniger Jahrzehnte ein dicht besiedelter schwerindustrieller Ballungsraum. Kohle und Stahl veränderten Landschaft, Arbeitswelt und gesellschaftliches Miteinander. Die Veranstaltung zeigt, wie widersprüchlich und dynamisch dieser Wandel für die Menschen vor Ort erlebbar war.

Arbeit, Freizeit und Alltag im Jahr 1875

Im Mittelpunkt stehen nicht nur die wirtschaftlichen Entwicklungen. Der Vortrag richtet den Blick ebenso auf Arbeit und Freizeit, persönliche Erfahrungen, Kultur und Religion. So entsteht ein facettenreiches Bild des damaligen Gelsenkirchens und seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Historische Fakten verbinden sich mit Einblicken in den Alltag einer Gesellschaft, die zwischen Tradition und Moderne stand.

Historische Expertise aus erster Hand

Prof. Dr. Nicolai Hannig ist Professor für Neuere Geschichte an der Technischen Universität Darmstadt. Der in Bochum geborene Historiker forscht unter anderem zur deutschen und europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Umwelt- und Stadtgeschichte. Gemeinsam mit Ute Schneider gab er 2025 den ersten Band der Geschichte des Ruhrgebiets heraus, der die Entwicklung des Rheinisch-Westfälischen Industriebezirks bis 1914 untersucht.

Vortrag mit Raum für Austausch

Nach dem Vortrag öffnet sich die Runde für Fragen und Diskussion. Diese Verbindung aus wissenschaftlicher Einordnung und persönlichem Austausch macht die Veranstaltung zu einem spannenden Bildungserlebnis für Geschichtsinteressierte, Ruhrgebiets-Fans und alle, die ihre Region aus einer neuen Perspektive kennenlernen möchten. Die Veranstaltung wird von der Volkshochschule Gelsenkirchen in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte angeboten.

Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich beziehungsweise erwünscht. Beginn ist um 19:00 Uhr im Raum 207 des Bildungszentrums an der Ebertstraße 19.

Fazit: Geschichte, die den Alltag sichtbar macht

Wer verstehen möchte, wie aus einer dünn besiedelten Landschaft ein industrieller Ballungsraum wurde, erlebt an diesem Abend einen kenntnisreichen Blick auf die Wurzeln des Ruhrgebiets. Sichern Sie sich Ihre Teilnahme und erleben Sie die Publikumsstimmung eines Vortrags, der Geschichte lebendig, greifbar und lokal verankert vermittelt.

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Quellen:

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