Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen K.d.ö.R.
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Gelsenkirchen

Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen, Deutschland

Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen | Veranstaltungen & Tickets

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen K.d.ö.R. an der Georgstraße 2 ist ein religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum im Herzen der Stadt. Mit der Neuen Synagoge, dem Gemeindezentrum und dem historischen Alten Betsaal verbindet der Ort Gegenwart, Erinnerung und Begegnung. Besucherinnen und Besucher können hier jüdisches Leben in Gelsenkirchen kennenlernen, an Führungen teilnehmen, Ausstellungen besuchen und je nach Termin kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge oder Gesprächsabende erleben.

Die Gemeinde wurde 1874 eigenständig und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die heutige Neue Synagoge wurde am 1. Februar 2007 eingeweiht. Sie steht auf einem historisch bedeutenden Grundstück und bietet neben dem Gebetsraum auch Räume für Kinder- und Jugendarbeit, Gemeindeleben, Bildung und Verwaltung. Für Gäste ist wichtig, dass der Besuch einer Synagoge besonderen Sicherheits- und Anmeldebedingungen unterliegen kann. Wer eine Führung, ein Konzert oder eine andere Veranstaltung besuchen möchte, sollte deshalb die aktuellen Angaben der Gemeinde beachten und sich bei Bedarf rechtzeitig anmelden.

Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen Veranstaltungen und aktuelles Programm

Das Veranstaltungsprogramm der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen ist vielfältig und richtet sich sowohl an Gemeindemitglieder als auch an interessierte Gäste. Zum religiösen Leben gehören Gottesdienste und Feiern zu jüdischen Feiertagen. Darüber hinaus organisiert die Gemeinde kulturelle und bildungsbezogene Angebote, darunter Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Gesprächsveranstaltungen und Führungen. Die offizielle Website weist regelmäßig auf aktuelle Termine hin und informiert darüber, ob eine Anmeldung erforderlich ist.

Ein Beispiel für die kulturelle Offenheit des Hauses sind Konzerte, die in den Räumen der Gemeinde stattfinden. Die Gemeinde hat unter anderem zu einem Konzert des Duos Beata Falk und Nick Rakow eingeladen. Solche Veranstaltungen machen die Synagoge nicht nur zu einem religiösen Ort, sondern auch zu einer Bühne für Musik und gemeinschaftliches Erleben. Ebenso gehören Ausstellungen über jüdisches Leben in Gelsenkirchen zum Profil des Hauses. Eine Ausstellung zur Geschichte von 1870 bis heute wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit entwickelt.

Auch öffentliche Begegnungen mit anderen Religionsgemeinschaften und Institutionen finden an der Georgstraße statt. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lädt zu Veranstaltungen ein, die sich mit jüdisch-christlicher Geschichte, Gegenwart, Toleranz und dem gemeinsamen Engagement gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung beschäftigen. Die Themen reichen damit weit über ein klassisches Kulturprogramm hinaus. Sie machen die Gemeinde zu einem Ort, an dem Geschichte vermittelt, religiöse Vielfalt sichtbar und gesellschaftlicher Austausch möglich wird.

Wer nach dem Programm der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen sucht, sollte nicht nur nach großen Einzelveranstaltungen Ausschau halten. Viele Termine entstehen aus dem laufenden Gemeindeleben und werden zeitnah angekündigt. Dazu zählen religiöse Feiern, Bildungsangebote, Jugendveranstaltungen, Ausstellungen und Führungen. Da Termine, Beginnzeiten und Teilnahmebedingungen wechseln können, sind die offizielle Website und die direkte Kontaktaufnahme die zuverlässigsten Informationsquellen.

Tickets, Anmeldung und Besuch von Veranstaltungen

Die Suchanfrage nach Tickets für die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen ist verständlich, weil einzelne Veranstaltungen wie Konzerte oder Vorträge einen festen Termin und begrenzte Platzmöglichkeiten haben können. Anders als bei einer klassischen Konzert- oder Veranstaltungshalle gibt es jedoch keinen allgemein beschriebenen, dauerhaft geöffneten Ticketshop für sämtliche Angebote. Ob Eintrittskarten notwendig sind, ob eine Abendkasse vorgesehen ist oder ob eine vorherige Anmeldung genügt, hängt von der jeweiligen Veranstaltung ab.

In den aktuellen Veranstaltungshinweisen der Gemeinde wird ausdrücklich auf eine Anmeldung hingewiesen. Interessierte sollten deshalb die jeweilige Ankündigung vollständig lesen und die dort genannte Kontaktmöglichkeit verwenden. Als allgemeine E-Mail-Adresse wird anfrage@jg-ge.de genannt. Für manche Führungen ist eine Anmeldung bei der Stadt- und Touristinfo erforderlich. Das gilt insbesondere dann, wenn eine Führung durch die Neue Synagoge im Rahmen des städtischen Kultur- und Tourismusangebots gebucht wird.

Ein Besuch in einer Synagoge unterscheidet sich organisatorisch von einem Konzertbesuch in einer kommerziellen Location. Sicherheitsvorgaben, Einlasskontrollen und die Rücksicht auf den laufenden Gottesdienstbetrieb können eine Rolle spielen. Besucher sollten daher pünktlich erscheinen, einen gültigen Ausweis bereithalten, wenn dies verlangt wird, und den Anweisungen des Veranstalters folgen. Taschenregelungen oder weitere Hinweise können sich ändern und sollten vor der Anreise geprüft werden.

Bei öffentlichen Kulturveranstaltungen steht meist das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Bei Konzerten können Musikliebhaber die besondere Atmosphäre eines jüdischen Gemeindezentrums kennenlernen. Bei Vorträgen und Ausstellungen erhalten Gäste zugleich Einblicke in die Geschichte der Stadt und in das heutige jüdische Leben. Wer eine Veranstaltung besuchen möchte, sollte sich nicht ausschließlich auf allgemeine Suchergebnisse verlassen, sondern die Originalankündigung der Gemeinde prüfen. Dort stehen normalerweise Datum, Uhrzeit, Ort, Anmeldehinweis und gegebenenfalls Eintrittsinformationen.

Für Gruppen empfiehlt sich eine frühzeitige Anfrage. Schulklassen, Vereine und private Gruppen können sich über mögliche Führungen informieren. Die Stadt Gelsenkirchen nennt für Führungen durch die Synagoge eine Mindestgröße von drei und eine Höchstzahl von 30 Personen. Die Führungen sind kostenfrei; eine Spende zugunsten der Kinder- und Jugendarbeit wird gern gesehen. Diese Regelung betrifft Führungen und ist nicht automatisch auf jedes Konzert oder jede Sonderveranstaltung übertragbar.

Neue Synagoge Gelsenkirchen an der Georgstraße

Die Neue Synagoge Gelsenkirchen befindet sich an der Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen. Das Gebäude wurde am 1. Februar 2007 feierlich eingeweiht. Der Neubau entstand, weil die wachsende Gemeinde die Räume des früheren Gemeindestandorts an der Von-der-Recke-Straße nicht mehr ausreichend nutzen konnte. Unterstützt wurde das Bauvorhaben vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Gelsenkirchen und der jüdischen Gemeinde. Entworfen wurde das Gebäude von den Gelsenkirchener Architekten Benedikta Mihsler und Reinhard Christfreund.

Die Architektur und Nutzung des Hauses spiegeln die unterschiedlichen Aufgaben einer modernen jüdischen Gemeinde wider. Neben einem großen Gebetsraum im Obergeschoss umfasst das Gebäude Räume für Kinder- und Jugendarbeit, einen Gemeindesaal, eine Bibliothek und Büros. Der Zentralrat der Juden in Deutschland führt die Einrichtung als Synagoge mit Gemeindezentrum. Außerdem werden eine Galerie, ein Jugendzentrum, Makkabi, Theater und Chor sowie ein internes Café als Einrichtungen der Gemeinde genannt.

Die Neue Synagoge ist nicht nur ein Gotteshaus. Sie ist ein Ort für Gebet, Lernen, Erziehung, Kultur und soziale Begegnung. In der Gemeinde gibt es Religionsunterricht und einen Rabbiner. Die religiöse Ausrichtung wird als traditionell-orthodox beschrieben. Gleichzeitig öffnet sich die Gemeinde mit Führungen, Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen interessierten Menschen aus Gelsenkirchen und der Umgebung.

Die Lage an der Georgstraße ist auch historisch bedeutsam. Das heutige Gemeindezentrum steht auf dem Grundstück der früheren Synagoge. Die Geschichte des jüdischen Lebens in Gelsenkirchen reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1874 wurde die Gelsenkirchener Gemeinde aus der Wattenscheider Gemeinde ausgegliedert. 1885 bezog die Gemeinde eine eigene Synagoge an der Neustraße. Nach der nationalsozialistischen Verfolgung und der Zerstörung jüdischer Einrichtungen musste jüdisches Leben in Gelsenkirchen neu aufgebaut werden.

Die Einweihung der Neuen Synagoge im Jahr 2007 war deshalb ein wichtiges Ereignis für die Gemeinde und die Stadtgesellschaft. Das Gebäude steht für die Rückkehr jüdischen Lebens in die Mitte der Stadt und für die Zukunft einer Gemeinde, die religiöse Tradition mit Bildung, Kultur und öffentlicher Begegnung verbindet.

Führungen, Ausstellungen und jüdisches Leben in Gelsenkirchen

Führungen durch die Neue Synagoge bieten die Möglichkeit, das Gebäude, die Gemeinde und zentrale Aspekte jüdischer Religion kennenzulernen. Die Stadt Gelsenkirchen beschreibt die Führungen als kostenfrei und weist darauf hin, dass eine Spende für die Kinder- und Jugendarbeit gern gesehen ist. Eine Anmeldung bei der Stadt- und Touristinfo ist erforderlich. Die Gruppen werden mit mindestens drei und höchstens 30 Personen durchgeführt.

Bei einer Führung geht es nicht nur um Architektur. Die Besucher erhalten Einblicke in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, in religiöse Traditionen und in die Bedeutung einer Synagoge als Raum des Gebets und des Lernens. Da die Inhalte je nach Termin und Thema variieren können, lohnt sich die Nachfrage nach dem aktuellen Schwerpunkt. Die städtischen Hinweise nennen unter anderem Themen aus dem Bereich Tod und Trauer im Judentum sowie jüdische Friedhofskultur.

Ein besonderer Bestandteil des historischen Angebots ist der Alte jüdische Betsaal. Die Nachkriegssynagoge wurde zu einem Ort der Begegnung und des Lernens ausgebaut. Der im Original erhaltene Betsaal kann besichtigt werden. Eine kleine Dauerausstellung stellt den Neuanfang jüdischen Lebens nach dem Holocaust dar und verbindet diese Entwicklung mit der Gegenwart der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen.

Der Alte Betsaal zeigt, wie sich Gemeinderäume im Laufe der Zeit verändert haben. Nach 1945 wurde die jüdische Gemeinde neu gegründet. 1956 erwarb sie das Haus an der Von-der-Recke-Straße, in dem Schulräume, Büros, eine Bücherei und ein Gemeindesaal eingerichtet wurden. 1958 entstand dort im Innenhof eine schlichte Synagoge mit ungefähr 80 Plätzen. Dieser historische Ort ergänzt den Besuch der Neuen Synagoge an der Georgstraße.

Ausstellungen und Führungen machen die Geschichte persönlich und anschaulich. Eine Ausstellung zur Entwicklung jüdischen Lebens von 1870 bis heute arbeitete mit persönlichen Schicksalen und Biografien. Sie wurde in enger Abstimmung mit dem Institut für Stadtgeschichte erstellt und durch mehrere Kulturpartner unterstützt. Für Schulen, Vereine und interessierte Gruppen kann ein Besuch deshalb besonders wertvoll sein, weil Geschichte, Religion und Stadtgesellschaft unmittelbar miteinander verbunden werden.

Geschichte der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen reicht weit zurück. Bereits im 18. Jahrhundert werden jüdische Familien im damaligen Dorf Gelsenkirchen erwähnt. Die eigenständige Gemeinde wurde 1874 aus der Wattenscheider Gemeinde ausgegliedert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die jüdische Bevölkerung. Im August 1885 bezog die Gemeinde eine eigene Synagoge an der Neustraße. Nach der Eingliederung der jüdischen Bevölkerung aus Ückendorf im Jahr 1908 stieg die Zahl der jüdischen Einwohner in Gelsenkirchen weiter an.

Die nationalsozialistische Herrschaft bedeutete einen tiefen Einschnitt. 1933 lebten in den verschiedenen Stadtteilen Gelsenkirchens 1.616 jüdische Menschen. Viele wurden verfolgt, entrechtet, deportiert und ermordet. Andere konnten durch Flucht oder Auswanderung entkommen. Die Synagoge und jüdische Einrichtungen wurden während der nationalsozialistischen Pogrome zerstört. Die Erinnerung an diese Geschichte gehört bis heute zu den wichtigen Aufgaben der Stadt und der jüdischen Gemeinde.

Nach 1945 gründeten Überlebende jüdisches Gemeindeleben neu. Besonders Kurt Neuwald spielte beim Wiederaufbau eine wichtige Rolle. 1946 konstituierte sich die Gemeinde neu. Zunächst entstanden Gebets- und Gemeinderäume in der Von-der-Recke-Straße. Die dortige Nachkriegssynagoge wurde später zu einem historischen Erinnerungs- und Bildungsort weiterentwickelt.

Seit den 1990er Jahren wuchs die Gemeinde durch Zuzug aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Nachfolgestaaten. Die vorhandenen Räume reichten schließlich nicht mehr aus. Der Neubau an der Georgstraße reagierte auf diese Entwicklung und schuf Platz für Gottesdienste, Gemeindeverwaltung, Kinder- und Jugendarbeit, Bildung und Kultur. Die Neue Synagoge wurde 2007 eingeweiht und ist seitdem ein sichtbarer Bestandteil des Gelsenkirchener Stadtbildes.

Die historische Dimension macht einen Besuch besonders eindrucksvoll. Wer heute eine Veranstaltung, eine Ausstellung oder eine Führung besucht, erlebt nicht nur ein aktuelles Angebot, sondern auch die Geschichte einer Gemeinde, die nach Verfolgung und Zerstörung neu entstanden ist. Der Ort erinnert an die Vergangenheit, ohne sich darauf zu beschränken. Er steht zugleich für religiöse Praxis, für junge Menschen, für Bildung, Musik, Dialog und ein lebendiges jüdisches Gemeinwesen in der Gegenwart.

Anfahrt, Adresse und Parken an der Georgstraße

Die Adresse der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen lautet Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen, Deutschland. Dort befinden sich die Neue Synagoge und das Gemeindezentrum. Die offiziellen Informationen ordnen den Standort der Gelsenkirchener Innenstadt zu. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß aus dem innerstädtischen Bereich kommt, sollte den konkreten Weg anhand der aktuellen Fahrpläne und Stadtpläne prüfen, da sich Linienführungen, Baustellen und Haltestellenbezeichnungen ändern können.

Für die Anreise mit dem Auto ist wichtig, dass die offiziellen Angaben keinen eigenen Besucherparkplatz auf dem Grundstück nennen. Deshalb sollten Gäste die öffentlichen Parkmöglichkeiten im Innenstadtbereich nutzen und vor Ort auf die aktuelle Beschilderung achten. Die Verfügbarkeit von Parkplätzen kann je nach Tageszeit, Veranstaltung und Innenstadtbetrieb schwanken. Bei größeren Konzerten, Feiertagen oder öffentlichen Veranstaltungen ist eine frühzeitige Anreise sinnvoll.

Wer eine Führung oder Veranstaltung besucht, sollte die Adresse nicht mit dem historischen Alten Betsaal an der Von-der-Recke-Straße verwechseln. Der aktuelle Gemeindesitz und die Neue Synagoge liegen an der Georgstraße 2. Der Alte Betsaal ist ein eigener historischer Erinnerungsort und wird im Rahmen von Besichtigungen beziehungsweise Bildungsangeboten erläutert.

Vor der Anreise empfiehlt es sich, die Veranstaltungsankündigung zu prüfen. Dort können besondere Hinweise zum Einlass, zur Anmeldung und zu den Besuchszeiten stehen. Für Besuche außerhalb öffentlicher Führungen oder Veranstaltungen sollte die Gemeinde direkt kontaktiert werden. Die auf der offiziellen Website genannten Öffnungszeiten sind nicht als allgemeine Garantie für einen spontanen Besuch zu verstehen. Synagogengemeinden sind religiöse Einrichtungen mit Gottesdiensten, internen Abläufen und Sicherheitsanforderungen.

Auch für Gruppen ist eine organisatorische Abstimmung wichtig. Schulklassen, Vereine und private Gruppen können sich über Führungen informieren. Die Stadt nennt eine Mindestgröße von drei und eine Höchstzahl von 30 Personen. Eine Anmeldung ermöglicht es, Termin, Treffpunkt und inhaltlichen Schwerpunkt zu klären. Für Einzelbesucher gilt ebenfalls: Nicht jeder Bereich ist jederzeit frei zugänglich. Rücksicht, Pünktlichkeit und die Beachtung der Hinweise vor Ort tragen zu einem respektvollen Besuch bei.

Räume, Ausstattung und Bedeutung als Veranstaltungsort

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen verfügt über eine Ausstattung, die religiöse, soziale, pädagogische und kulturelle Aufgaben miteinander verbindet. Im Zentrum steht die Synagoge mit dem Gebetsraum. Ergänzt wird sie durch ein Gemeindezentrum mit Gemeindesaal, Bibliothek, Büros und Räumen für Kinder- und Jugendarbeit. Diese Kombination macht den Standort zu mehr als einem einzelnen Sakralbau. Er ist ein Haus für das Gemeindeleben und zugleich ein Ort, an dem Gäste jüdische Kultur und Geschichte kennenlernen können.

Zum Profil der Gemeinde gehören außerdem eine Galerie, ein Jugendzentrum, Makkabi, Theater und Chor sowie ein internes Café. Der Zentralrat der Juden nennt darüber hinaus eine Bibliothek und weitere gemeindliche Einrichtungen. Die konkrete Nutzung der Räume richtet sich nach dem jeweiligen Anlass. Ein Konzert benötigt andere Abläufe als ein Gottesdienst, eine Führung oder ein Seminar. Deshalb werden Kapazitäten, Sitzordnung und technische Ausstattung nicht als allgemeine, dauerhaft gültige Veranstaltungsdaten veröffentlicht.

Der Alte Betsaal ergänzt die modernen Räume um eine historische Dimension. Er wurde als Ort der Begegnung und des Lernens ausgebaut. Unternehmen, Schulklassen und Vereine können sich über die Nutzung für Seminare, Workshops und Sitzungen informieren. In den Räumen befinden sich Ausstellungsstücke, die einen Zugang zum jüdischen Glauben und zur Geschichte der Gemeinde ermöglichen. Der Innenhof wird als ruhiger Ort beschrieben und enthält eine Gedenkwand für Verstorbene.

Für kulturelle Veranstaltungen ist die besondere Atmosphäre des Gemeindezentrums ein wichtiger Faktor. Ein Konzert oder Vortrag findet nicht in einer anonymen Mehrzweckhalle statt, sondern an einem Ort, der religiöse Identität, historische Erinnerung und heutiges Stadtleben verbindet. Das kann Begegnungen intensiver machen und eröffnet Besucherinnen und Besuchern eine Perspektive, die klassische Kulturveranstaltungsorte oft nicht bieten.

Wer einen Raum für ein Seminar, einen Workshop oder eine Bildungsarbeit sucht, sollte direkt bei der Gemeinde nachfragen. Die offizielle Website weist darauf hin, dass weitere Informationen zum Seminarraum per E-Mail angefragt werden können. Eine pauschale Aussage über Verfügbarkeit, Bestuhlung, Technik oder Mietbedingungen wäre nicht zuverlässig. Entscheidend sind Anlass, Gruppengröße, gewünschter Termin und die Zustimmung der Gemeinde.

Jüdisches Leben, Bildung und Begegnung in Gelsenkirchen

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen ist ein lebendiger Teil der Stadtgesellschaft. Ihre Aufgaben reichen von Gottesdiensten und religiösem Unterricht bis zu Kinder- und Jugendarbeit, Kultur und sozialem Austausch. Die Gemeinde wird als traditionell-orthodox beschrieben und verfügt über einen Rabbiner. Gleichzeitig gibt es öffentliche Angebote, die interessierten Menschen einen Zugang zu jüdischer Geschichte, Religion und Gegenwart ermöglichen.

Die Website der Gemeinde informiert über Betszeiten, Feiern zu jüdischen Feiertagen, Religions- und Deutschunterricht sowie kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen. Diese Mischung zeigt, dass Gemeindeleben aus vielen Ebenen besteht. Es geht um religiöse Praxis, um Bildung, um Unterstützung im Alltag, um die Weitergabe von Traditionen und um gemeinschaftliche Aktivitäten für unterschiedliche Generationen.

Für Kinder und Jugendliche bestehen eigene Angebote. Der Zentralrat nennt ein Jugendzentrum und Makkabi als Einrichtungen der Gemeinde. Außerdem werden Theater und Chor aufgeführt. Solche Aktivitäten schaffen Räume, in denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, kulturelle Fähigkeiten entwickeln und ihre jüdische Identität in der Stadt sichtbar leben können. Auch die Bibliothek und das interne Café tragen dazu bei, dass der Standort nicht nur zu bestimmten Gottesdienstzeiten genutzt wird.

Eine besondere Rolle spielt die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Gemeinsame Veranstaltungen widmen sich der Begegnung zwischen Judentum und Christentum in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei werden auch klare Zeichen gegen Judenfeindschaft, Rechtsextremismus, Diskriminierung und Intoleranz gesetzt. Für Gelsenkirchen bedeutet dies, dass die Synagoge ein wichtiger Ort des Dialogs und der demokratischen Erinnerungskultur ist.

Besucherinnen und Besucher sollten bei einer Veranstaltung offen und respektvoll auftreten. Jüdische Feiertage, Gottesdienste und religiöse Rituale haben eigene Regeln und Bedeutungen. Bei öffentlichen Führungen werden Fragen ausdrücklich ermöglicht, dennoch sollte die Privatsphäre der Gemeinde respektiert werden. Fotografieren, Verhalten in religiösen Räumen und der Umgang mit Sicherheitsvorgaben richten sich nach den Anweisungen vor Ort.

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen bietet damit eine Verbindung aus Tradition und Gegenwart. Ihre Angebote zeigen, dass jüdisches Leben nicht nur aus historischen Erinnerungsorten besteht. Es umfasst Gebet, Musik, Unterricht, Jugend, Kultur, soziale Verantwortung und den Austausch mit der gesamten Stadtgesellschaft.

Quellen:

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Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen | Veranstaltungen & Tickets

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen K.d.ö.R. an der Georgstraße 2 ist ein religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum im Herzen der Stadt. Mit der Neuen Synagoge, dem Gemeindezentrum und dem historischen Alten Betsaal verbindet der Ort Gegenwart, Erinnerung und Begegnung. Besucherinnen und Besucher können hier jüdisches Leben in Gelsenkirchen kennenlernen, an Führungen teilnehmen, Ausstellungen besuchen und je nach Termin kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge oder Gesprächsabende erleben.

Die Gemeinde wurde 1874 eigenständig und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Die heutige Neue Synagoge wurde am 1. Februar 2007 eingeweiht. Sie steht auf einem historisch bedeutenden Grundstück und bietet neben dem Gebetsraum auch Räume für Kinder- und Jugendarbeit, Gemeindeleben, Bildung und Verwaltung. Für Gäste ist wichtig, dass der Besuch einer Synagoge besonderen Sicherheits- und Anmeldebedingungen unterliegen kann. Wer eine Führung, ein Konzert oder eine andere Veranstaltung besuchen möchte, sollte deshalb die aktuellen Angaben der Gemeinde beachten und sich bei Bedarf rechtzeitig anmelden.

Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen Veranstaltungen und aktuelles Programm

Das Veranstaltungsprogramm der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen ist vielfältig und richtet sich sowohl an Gemeindemitglieder als auch an interessierte Gäste. Zum religiösen Leben gehören Gottesdienste und Feiern zu jüdischen Feiertagen. Darüber hinaus organisiert die Gemeinde kulturelle und bildungsbezogene Angebote, darunter Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Gesprächsveranstaltungen und Führungen. Die offizielle Website weist regelmäßig auf aktuelle Termine hin und informiert darüber, ob eine Anmeldung erforderlich ist.

Ein Beispiel für die kulturelle Offenheit des Hauses sind Konzerte, die in den Räumen der Gemeinde stattfinden. Die Gemeinde hat unter anderem zu einem Konzert des Duos Beata Falk und Nick Rakow eingeladen. Solche Veranstaltungen machen die Synagoge nicht nur zu einem religiösen Ort, sondern auch zu einer Bühne für Musik und gemeinschaftliches Erleben. Ebenso gehören Ausstellungen über jüdisches Leben in Gelsenkirchen zum Profil des Hauses. Eine Ausstellung zur Geschichte von 1870 bis heute wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit entwickelt.

Auch öffentliche Begegnungen mit anderen Religionsgemeinschaften und Institutionen finden an der Georgstraße statt. Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit lädt zu Veranstaltungen ein, die sich mit jüdisch-christlicher Geschichte, Gegenwart, Toleranz und dem gemeinsamen Engagement gegen Antisemitismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung beschäftigen. Die Themen reichen damit weit über ein klassisches Kulturprogramm hinaus. Sie machen die Gemeinde zu einem Ort, an dem Geschichte vermittelt, religiöse Vielfalt sichtbar und gesellschaftlicher Austausch möglich wird.

Wer nach dem Programm der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen sucht, sollte nicht nur nach großen Einzelveranstaltungen Ausschau halten. Viele Termine entstehen aus dem laufenden Gemeindeleben und werden zeitnah angekündigt. Dazu zählen religiöse Feiern, Bildungsangebote, Jugendveranstaltungen, Ausstellungen und Führungen. Da Termine, Beginnzeiten und Teilnahmebedingungen wechseln können, sind die offizielle Website und die direkte Kontaktaufnahme die zuverlässigsten Informationsquellen.

Tickets, Anmeldung und Besuch von Veranstaltungen

Die Suchanfrage nach Tickets für die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen ist verständlich, weil einzelne Veranstaltungen wie Konzerte oder Vorträge einen festen Termin und begrenzte Platzmöglichkeiten haben können. Anders als bei einer klassischen Konzert- oder Veranstaltungshalle gibt es jedoch keinen allgemein beschriebenen, dauerhaft geöffneten Ticketshop für sämtliche Angebote. Ob Eintrittskarten notwendig sind, ob eine Abendkasse vorgesehen ist oder ob eine vorherige Anmeldung genügt, hängt von der jeweiligen Veranstaltung ab.

In den aktuellen Veranstaltungshinweisen der Gemeinde wird ausdrücklich auf eine Anmeldung hingewiesen. Interessierte sollten deshalb die jeweilige Ankündigung vollständig lesen und die dort genannte Kontaktmöglichkeit verwenden. Als allgemeine E-Mail-Adresse wird anfrage@jg-ge.de genannt. Für manche Führungen ist eine Anmeldung bei der Stadt- und Touristinfo erforderlich. Das gilt insbesondere dann, wenn eine Führung durch die Neue Synagoge im Rahmen des städtischen Kultur- und Tourismusangebots gebucht wird.

Ein Besuch in einer Synagoge unterscheidet sich organisatorisch von einem Konzertbesuch in einer kommerziellen Location. Sicherheitsvorgaben, Einlasskontrollen und die Rücksicht auf den laufenden Gottesdienstbetrieb können eine Rolle spielen. Besucher sollten daher pünktlich erscheinen, einen gültigen Ausweis bereithalten, wenn dies verlangt wird, und den Anweisungen des Veranstalters folgen. Taschenregelungen oder weitere Hinweise können sich ändern und sollten vor der Anreise geprüft werden.

Bei öffentlichen Kulturveranstaltungen steht meist das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. Bei Konzerten können Musikliebhaber die besondere Atmosphäre eines jüdischen Gemeindezentrums kennenlernen. Bei Vorträgen und Ausstellungen erhalten Gäste zugleich Einblicke in die Geschichte der Stadt und in das heutige jüdische Leben. Wer eine Veranstaltung besuchen möchte, sollte sich nicht ausschließlich auf allgemeine Suchergebnisse verlassen, sondern die Originalankündigung der Gemeinde prüfen. Dort stehen normalerweise Datum, Uhrzeit, Ort, Anmeldehinweis und gegebenenfalls Eintrittsinformationen.

Für Gruppen empfiehlt sich eine frühzeitige Anfrage. Schulklassen, Vereine und private Gruppen können sich über mögliche Führungen informieren. Die Stadt Gelsenkirchen nennt für Führungen durch die Synagoge eine Mindestgröße von drei und eine Höchstzahl von 30 Personen. Die Führungen sind kostenfrei; eine Spende zugunsten der Kinder- und Jugendarbeit wird gern gesehen. Diese Regelung betrifft Führungen und ist nicht automatisch auf jedes Konzert oder jede Sonderveranstaltung übertragbar.

Neue Synagoge Gelsenkirchen an der Georgstraße

Die Neue Synagoge Gelsenkirchen befindet sich an der Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen. Das Gebäude wurde am 1. Februar 2007 feierlich eingeweiht. Der Neubau entstand, weil die wachsende Gemeinde die Räume des früheren Gemeindestandorts an der Von-der-Recke-Straße nicht mehr ausreichend nutzen konnte. Unterstützt wurde das Bauvorhaben vom Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Gelsenkirchen und der jüdischen Gemeinde. Entworfen wurde das Gebäude von den Gelsenkirchener Architekten Benedikta Mihsler und Reinhard Christfreund.

Die Architektur und Nutzung des Hauses spiegeln die unterschiedlichen Aufgaben einer modernen jüdischen Gemeinde wider. Neben einem großen Gebetsraum im Obergeschoss umfasst das Gebäude Räume für Kinder- und Jugendarbeit, einen Gemeindesaal, eine Bibliothek und Büros. Der Zentralrat der Juden in Deutschland führt die Einrichtung als Synagoge mit Gemeindezentrum. Außerdem werden eine Galerie, ein Jugendzentrum, Makkabi, Theater und Chor sowie ein internes Café als Einrichtungen der Gemeinde genannt.

Die Neue Synagoge ist nicht nur ein Gotteshaus. Sie ist ein Ort für Gebet, Lernen, Erziehung, Kultur und soziale Begegnung. In der Gemeinde gibt es Religionsunterricht und einen Rabbiner. Die religiöse Ausrichtung wird als traditionell-orthodox beschrieben. Gleichzeitig öffnet sich die Gemeinde mit Führungen, Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen interessierten Menschen aus Gelsenkirchen und der Umgebung.

Die Lage an der Georgstraße ist auch historisch bedeutsam. Das heutige Gemeindezentrum steht auf dem Grundstück der früheren Synagoge. Die Geschichte des jüdischen Lebens in Gelsenkirchen reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1874 wurde die Gelsenkirchener Gemeinde aus der Wattenscheider Gemeinde ausgegliedert. 1885 bezog die Gemeinde eine eigene Synagoge an der Neustraße. Nach der nationalsozialistischen Verfolgung und der Zerstörung jüdischer Einrichtungen musste jüdisches Leben in Gelsenkirchen neu aufgebaut werden.

Die Einweihung der Neuen Synagoge im Jahr 2007 war deshalb ein wichtiges Ereignis für die Gemeinde und die Stadtgesellschaft. Das Gebäude steht für die Rückkehr jüdischen Lebens in die Mitte der Stadt und für die Zukunft einer Gemeinde, die religiöse Tradition mit Bildung, Kultur und öffentlicher Begegnung verbindet.

Führungen, Ausstellungen und jüdisches Leben in Gelsenkirchen

Führungen durch die Neue Synagoge bieten die Möglichkeit, das Gebäude, die Gemeinde und zentrale Aspekte jüdischer Religion kennenzulernen. Die Stadt Gelsenkirchen beschreibt die Führungen als kostenfrei und weist darauf hin, dass eine Spende für die Kinder- und Jugendarbeit gern gesehen ist. Eine Anmeldung bei der Stadt- und Touristinfo ist erforderlich. Die Gruppen werden mit mindestens drei und höchstens 30 Personen durchgeführt.

Bei einer Führung geht es nicht nur um Architektur. Die Besucher erhalten Einblicke in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen, in religiöse Traditionen und in die Bedeutung einer Synagoge als Raum des Gebets und des Lernens. Da die Inhalte je nach Termin und Thema variieren können, lohnt sich die Nachfrage nach dem aktuellen Schwerpunkt. Die städtischen Hinweise nennen unter anderem Themen aus dem Bereich Tod und Trauer im Judentum sowie jüdische Friedhofskultur.

Ein besonderer Bestandteil des historischen Angebots ist der Alte jüdische Betsaal. Die Nachkriegssynagoge wurde zu einem Ort der Begegnung und des Lernens ausgebaut. Der im Original erhaltene Betsaal kann besichtigt werden. Eine kleine Dauerausstellung stellt den Neuanfang jüdischen Lebens nach dem Holocaust dar und verbindet diese Entwicklung mit der Gegenwart der jüdischen Gemeinde in Gelsenkirchen.

Der Alte Betsaal zeigt, wie sich Gemeinderäume im Laufe der Zeit verändert haben. Nach 1945 wurde die jüdische Gemeinde neu gegründet. 1956 erwarb sie das Haus an der Von-der-Recke-Straße, in dem Schulräume, Büros, eine Bücherei und ein Gemeindesaal eingerichtet wurden. 1958 entstand dort im Innenhof eine schlichte Synagoge mit ungefähr 80 Plätzen. Dieser historische Ort ergänzt den Besuch der Neuen Synagoge an der Georgstraße.

Ausstellungen und Führungen machen die Geschichte persönlich und anschaulich. Eine Ausstellung zur Entwicklung jüdischen Lebens von 1870 bis heute arbeitete mit persönlichen Schicksalen und Biografien. Sie wurde in enger Abstimmung mit dem Institut für Stadtgeschichte erstellt und durch mehrere Kulturpartner unterstützt. Für Schulen, Vereine und interessierte Gruppen kann ein Besuch deshalb besonders wertvoll sein, weil Geschichte, Religion und Stadtgesellschaft unmittelbar miteinander verbunden werden.

Geschichte der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen

Die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen reicht weit zurück. Bereits im 18. Jahrhundert werden jüdische Familien im damaligen Dorf Gelsenkirchen erwähnt. Die eigenständige Gemeinde wurde 1874 aus der Wattenscheider Gemeinde ausgegliedert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die jüdische Bevölkerung. Im August 1885 bezog die Gemeinde eine eigene Synagoge an der Neustraße. Nach der Eingliederung der jüdischen Bevölkerung aus Ückendorf im Jahr 1908 stieg die Zahl der jüdischen Einwohner in Gelsenkirchen weiter an.

Die nationalsozialistische Herrschaft bedeutete einen tiefen Einschnitt. 1933 lebten in den verschiedenen Stadtteilen Gelsenkirchens 1.616 jüdische Menschen. Viele wurden verfolgt, entrechtet, deportiert und ermordet. Andere konnten durch Flucht oder Auswanderung entkommen. Die Synagoge und jüdische Einrichtungen wurden während der nationalsozialistischen Pogrome zerstört. Die Erinnerung an diese Geschichte gehört bis heute zu den wichtigen Aufgaben der Stadt und der jüdischen Gemeinde.

Nach 1945 gründeten Überlebende jüdisches Gemeindeleben neu. Besonders Kurt Neuwald spielte beim Wiederaufbau eine wichtige Rolle. 1946 konstituierte sich die Gemeinde neu. Zunächst entstanden Gebets- und Gemeinderäume in der Von-der-Recke-Straße. Die dortige Nachkriegssynagoge wurde später zu einem historischen Erinnerungs- und Bildungsort weiterentwickelt.

Seit den 1990er Jahren wuchs die Gemeinde durch Zuzug aus der ehemaligen Sowjetunion und aus Nachfolgestaaten. Die vorhandenen Räume reichten schließlich nicht mehr aus. Der Neubau an der Georgstraße reagierte auf diese Entwicklung und schuf Platz für Gottesdienste, Gemeindeverwaltung, Kinder- und Jugendarbeit, Bildung und Kultur. Die Neue Synagoge wurde 2007 eingeweiht und ist seitdem ein sichtbarer Bestandteil des Gelsenkirchener Stadtbildes.

Die historische Dimension macht einen Besuch besonders eindrucksvoll. Wer heute eine Veranstaltung, eine Ausstellung oder eine Führung besucht, erlebt nicht nur ein aktuelles Angebot, sondern auch die Geschichte einer Gemeinde, die nach Verfolgung und Zerstörung neu entstanden ist. Der Ort erinnert an die Vergangenheit, ohne sich darauf zu beschränken. Er steht zugleich für religiöse Praxis, für junge Menschen, für Bildung, Musik, Dialog und ein lebendiges jüdisches Gemeinwesen in der Gegenwart.

Anfahrt, Adresse und Parken an der Georgstraße

Die Adresse der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen lautet Georgstraße 2, 45879 Gelsenkirchen, Deutschland. Dort befinden sich die Neue Synagoge und das Gemeindezentrum. Die offiziellen Informationen ordnen den Standort der Gelsenkirchener Innenstadt zu. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß aus dem innerstädtischen Bereich kommt, sollte den konkreten Weg anhand der aktuellen Fahrpläne und Stadtpläne prüfen, da sich Linienführungen, Baustellen und Haltestellenbezeichnungen ändern können.

Für die Anreise mit dem Auto ist wichtig, dass die offiziellen Angaben keinen eigenen Besucherparkplatz auf dem Grundstück nennen. Deshalb sollten Gäste die öffentlichen Parkmöglichkeiten im Innenstadtbereich nutzen und vor Ort auf die aktuelle Beschilderung achten. Die Verfügbarkeit von Parkplätzen kann je nach Tageszeit, Veranstaltung und Innenstadtbetrieb schwanken. Bei größeren Konzerten, Feiertagen oder öffentlichen Veranstaltungen ist eine frühzeitige Anreise sinnvoll.

Wer eine Führung oder Veranstaltung besucht, sollte die Adresse nicht mit dem historischen Alten Betsaal an der Von-der-Recke-Straße verwechseln. Der aktuelle Gemeindesitz und die Neue Synagoge liegen an der Georgstraße 2. Der Alte Betsaal ist ein eigener historischer Erinnerungsort und wird im Rahmen von Besichtigungen beziehungsweise Bildungsangeboten erläutert.

Vor der Anreise empfiehlt es sich, die Veranstaltungsankündigung zu prüfen. Dort können besondere Hinweise zum Einlass, zur Anmeldung und zu den Besuchszeiten stehen. Für Besuche außerhalb öffentlicher Führungen oder Veranstaltungen sollte die Gemeinde direkt kontaktiert werden. Die auf der offiziellen Website genannten Öffnungszeiten sind nicht als allgemeine Garantie für einen spontanen Besuch zu verstehen. Synagogengemeinden sind religiöse Einrichtungen mit Gottesdiensten, internen Abläufen und Sicherheitsanforderungen.

Auch für Gruppen ist eine organisatorische Abstimmung wichtig. Schulklassen, Vereine und private Gruppen können sich über Führungen informieren. Die Stadt nennt eine Mindestgröße von drei und eine Höchstzahl von 30 Personen. Eine Anmeldung ermöglicht es, Termin, Treffpunkt und inhaltlichen Schwerpunkt zu klären. Für Einzelbesucher gilt ebenfalls: Nicht jeder Bereich ist jederzeit frei zugänglich. Rücksicht, Pünktlichkeit und die Beachtung der Hinweise vor Ort tragen zu einem respektvollen Besuch bei.

Räume, Ausstattung und Bedeutung als Veranstaltungsort

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen verfügt über eine Ausstattung, die religiöse, soziale, pädagogische und kulturelle Aufgaben miteinander verbindet. Im Zentrum steht die Synagoge mit dem Gebetsraum. Ergänzt wird sie durch ein Gemeindezentrum mit Gemeindesaal, Bibliothek, Büros und Räumen für Kinder- und Jugendarbeit. Diese Kombination macht den Standort zu mehr als einem einzelnen Sakralbau. Er ist ein Haus für das Gemeindeleben und zugleich ein Ort, an dem Gäste jüdische Kultur und Geschichte kennenlernen können.

Zum Profil der Gemeinde gehören außerdem eine Galerie, ein Jugendzentrum, Makkabi, Theater und Chor sowie ein internes Café. Der Zentralrat der Juden nennt darüber hinaus eine Bibliothek und weitere gemeindliche Einrichtungen. Die konkrete Nutzung der Räume richtet sich nach dem jeweiligen Anlass. Ein Konzert benötigt andere Abläufe als ein Gottesdienst, eine Führung oder ein Seminar. Deshalb werden Kapazitäten, Sitzordnung und technische Ausstattung nicht als allgemeine, dauerhaft gültige Veranstaltungsdaten veröffentlicht.

Der Alte Betsaal ergänzt die modernen Räume um eine historische Dimension. Er wurde als Ort der Begegnung und des Lernens ausgebaut. Unternehmen, Schulklassen und Vereine können sich über die Nutzung für Seminare, Workshops und Sitzungen informieren. In den Räumen befinden sich Ausstellungsstücke, die einen Zugang zum jüdischen Glauben und zur Geschichte der Gemeinde ermöglichen. Der Innenhof wird als ruhiger Ort beschrieben und enthält eine Gedenkwand für Verstorbene.

Für kulturelle Veranstaltungen ist die besondere Atmosphäre des Gemeindezentrums ein wichtiger Faktor. Ein Konzert oder Vortrag findet nicht in einer anonymen Mehrzweckhalle statt, sondern an einem Ort, der religiöse Identität, historische Erinnerung und heutiges Stadtleben verbindet. Das kann Begegnungen intensiver machen und eröffnet Besucherinnen und Besuchern eine Perspektive, die klassische Kulturveranstaltungsorte oft nicht bieten.

Wer einen Raum für ein Seminar, einen Workshop oder eine Bildungsarbeit sucht, sollte direkt bei der Gemeinde nachfragen. Die offizielle Website weist darauf hin, dass weitere Informationen zum Seminarraum per E-Mail angefragt werden können. Eine pauschale Aussage über Verfügbarkeit, Bestuhlung, Technik oder Mietbedingungen wäre nicht zuverlässig. Entscheidend sind Anlass, Gruppengröße, gewünschter Termin und die Zustimmung der Gemeinde.

Jüdisches Leben, Bildung und Begegnung in Gelsenkirchen

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen ist ein lebendiger Teil der Stadtgesellschaft. Ihre Aufgaben reichen von Gottesdiensten und religiösem Unterricht bis zu Kinder- und Jugendarbeit, Kultur und sozialem Austausch. Die Gemeinde wird als traditionell-orthodox beschrieben und verfügt über einen Rabbiner. Gleichzeitig gibt es öffentliche Angebote, die interessierten Menschen einen Zugang zu jüdischer Geschichte, Religion und Gegenwart ermöglichen.

Die Website der Gemeinde informiert über Betszeiten, Feiern zu jüdischen Feiertagen, Religions- und Deutschunterricht sowie kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen. Diese Mischung zeigt, dass Gemeindeleben aus vielen Ebenen besteht. Es geht um religiöse Praxis, um Bildung, um Unterstützung im Alltag, um die Weitergabe von Traditionen und um gemeinschaftliche Aktivitäten für unterschiedliche Generationen.

Für Kinder und Jugendliche bestehen eigene Angebote. Der Zentralrat nennt ein Jugendzentrum und Makkabi als Einrichtungen der Gemeinde. Außerdem werden Theater und Chor aufgeführt. Solche Aktivitäten schaffen Räume, in denen junge Menschen Gemeinschaft erleben, kulturelle Fähigkeiten entwickeln und ihre jüdische Identität in der Stadt sichtbar leben können. Auch die Bibliothek und das interne Café tragen dazu bei, dass der Standort nicht nur zu bestimmten Gottesdienstzeiten genutzt wird.

Eine besondere Rolle spielt die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Gemeinsame Veranstaltungen widmen sich der Begegnung zwischen Judentum und Christentum in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei werden auch klare Zeichen gegen Judenfeindschaft, Rechtsextremismus, Diskriminierung und Intoleranz gesetzt. Für Gelsenkirchen bedeutet dies, dass die Synagoge ein wichtiger Ort des Dialogs und der demokratischen Erinnerungskultur ist.

Besucherinnen und Besucher sollten bei einer Veranstaltung offen und respektvoll auftreten. Jüdische Feiertage, Gottesdienste und religiöse Rituale haben eigene Regeln und Bedeutungen. Bei öffentlichen Führungen werden Fragen ausdrücklich ermöglicht, dennoch sollte die Privatsphäre der Gemeinde respektiert werden. Fotografieren, Verhalten in religiösen Räumen und der Umgang mit Sicherheitsvorgaben richten sich nach den Anweisungen vor Ort.

Die Jüdische Gemeinde Gelsenkirchen bietet damit eine Verbindung aus Tradition und Gegenwart. Ihre Angebote zeigen, dass jüdisches Leben nicht nur aus historischen Erinnerungsorten besteht. Es umfasst Gebet, Musik, Unterricht, Jugend, Kultur, soziale Verantwortung und den Austausch mit der gesamten Stadtgesellschaft.

Quellen:

Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

SL

Sebastian Langkrär

1. November 2025

Ich wurde vom Hausmeister der Gemeinde nach Feierabend körperlich angegriffen, der die Überwachungskameras der Gemeinde illegal nutzte, um erst seiner Exfrau und später mir aufzulauern. Er behauptete vor der Polizei dann später, dass ich ihn rassistisch beleidigt hätte. Gottseidank gab es Zeugen, die das Gegenteil beweisen konnten. Noch bedenklicher ist aber, dass der Mann weiter dort beschäftigt ist. Es wird also nicht darauf reagiert.

CH

Christiane

30. Juli 2024

Ich dem nur zustimmen. Wir haben uns sehr wohlgefühlt und kommen gerne wieder. Vielen lieben Dank, für das herzliche Willkommen und den wunderschönen Abend!!!

JS

Juli Sarbogardy

12. Februar 2024

Im Gegensatz zu manchen Vorrednern hier möchte ich betonen, dass in der Synagoge und Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen niemand "unfreundlich" ist. Ganz im Gegenteil. Auch gibt es keine "bedrückende" Atmosphäre. Ich habe hier Führungen mit meinen Schülern erlebt, an jüdischen G'ttesdiensten und vor wenigen Jahren an einem wunderbaren und musikalisch hochqualifizierten Chorprojekt teilgenommen, bei dem am Ende eine Aufführung unserer israelischen und jiddischen Lieder stand. Ich habe an diesem Ort viel Interessantes gesehen und gehört und mich an authentischer Musik unter kompetenter Chorleitung sehr erfreut. Jederzeit gerne wieder, und falls es nochmals eine Möglichkeit gibt, wieder in einem jüdischen Chor in Gelsenkirchen mitzusingen, bin ich sofort dabei und denke dabei auch an meine jüdische Uroma Zsuzsanna Rothermel aus Ungarn. Einen Besuch wie auch den Kontakt mit der freundlichen Jüdischen Gemeinde und Synagoge in Gelsenkirchen kann ich jedem herzlich empfehlen.

SA

sarbogardy

13. Dezember 2019

Dass hier ein Rezensent in provokantem Tonfall äußert "Man sollte ja in Gotteshäuser [sic] willkommen sein [sic] aber hier leider nicht", ist nicht nachvollziehbar. Ich bin seit vielen Jahren immer wieder zu Kursen, Chorproben, Vorträgen, Feiern zu Gast in der Synagoge. Dort freut man sich immer über Besucher und Gäste. Oftmals ist allerdings eine Voranmeldung nötig, was sicherheitsrelevanten Aspekten in dieser bedenklichen Zeit entsprechen dürfte.

EL

Erika Lieber

18. Juni 2026

Interessante Architektur.